Sonnenland zwischen Bingen und Koblenz

hr 2003

Sonnenland zwischen Bingen und Koblenz

Der Mittelrhein

Das Mittelrheintal ist eine der schönsten und eindrucksvollsten Landschaften Deutschlands. Seit mehr als 200 Jahren zieht es jährlich Tausende Touristen aus aller Welt hierher, um die sonnige Rheinromantik zu genießen. Burgen und Wein, zusammen mit einer mediterran geprägten Tier- und Pflanzenwelt geben der Region einen einmaligen Charme.

Vor allem die Burgruinen zogen die frühen Romantiker in ihren Bann. Und auch heute noch bieten Spaziergänge und Wanderungen entlang der historischen Gemäuer imposante Ein- und Ausblicke. Doch es beeindrucken nicht nur ihre Geschichten.
Die Mauernischen der alten Burganlagen sind geschmückt mit vielen Farbtupfern: sattes Grün verschiedenster, z.T. seltener Farne, gelbe Blütenköpfe der Färberkamille und viele andere alte Heil- und Nutzpflanzen aus südlichen und südosteuropäischen Ländern. In Mauerritzen und Höhlen leben Eidechsen, Kleinsäuger, Vögel und Fledermäuse.
Das Rheintal gehört zu den ältesten Weinbaulandschaften Deutschlands. Im Lauf der Jahrhunderte hat der Mensch das Mittelrheintal mit seiner Tier- und Pflanzenwelt maßgeblich geprägt. In den Weinhängen existiert eine Vielfalt an Weinbergpflanzen mit einer bunten Tierwelt. Eine Besonderheit ist die leuchtend grüne Smaragdeidechse. Wie zahlreiche andere Tiere und Pflanzen ist sie aus dem Mittelmeergebiet eingewandert.
Blütenreichtum und Artenvielfalt bestimmen auch das Bild auf den sonnenverwöhnten Trockenrasen. Heidenelken, Flügel-Ginster und duftender Origano werden von bunten Schmetterlingen und anderen Kleinstlebewesen besucht. Segelfalter und Schmetterlingshafte sind hier ebenso zu Hause wie Zippammer und Diptam. Ein Hauch von mediterranem Flair.
Viele Wasservögel haben am Rhein ihren Lebensraum gefunden. Im Herbst sind die großen Vogelschwärme, die bisweilen hoch über dem Rheintal dahin ziehen, ein besonderes Schauspiel. Eine beeindruckende, vielfältige Landschaft mit einer einmaligen Tier- und Pflanzenwelt.

Buch, Regie & Kamera: Heribert Schöller
Schnitt: 
Christine Romann
Länge: 30 Min. 
Produktion: 2002-03 für hr