Vom Todesstreifen zur Lebensader

arte 2008

Vom Todesstreifen zur Lebensader

Das Grüne Band

Als 1989 die innerdeutsche Grenze endlich geöffnet wurde, entdeckten Biologen im ehemaligen “Niemandsland” eine außergewöhnliche Natur. Hier leben noch Biber, Störche, Seeadler und andere gefährdete Tiere und Pflanzen. Eine Reise durch z.T. wilde und nahezu unberührte Landschaften.

40 Jahre teilte eine unmenschliche Grenze Deutschland. Sie war zugleich Symbol für den ideologischen Graben zwischen Ost und West. Nach der Grenzöffnung im Jahr 1989 entdeckten Biologen und Naturschützer, dass sich im ehemaligen "Niemandsland", das jahrzehntelang im Prinzip nur von einigen Grenzsoldaten betreten werden durfte, eine außergewöhnliche Natur entwickelt hatte. Viele der hier lebenden Tiere und Pflanzen standen und stehen bis heute auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Der damalige Bundesumweltminister Töpfer sprach damals sogar von europäischem "Tafelsilber".

2007 machte sich Heribert Schöller ein Jahr lang auf die Suche nach dem, was vom einstigen "Tafelsilber" noch übrig ist. Und er entdeckte Erstaunliches. Heute werden weite Bereiche des Grünen Bandes geschützt, z.T. in groß angelegten Projekten des Bundesamtes für Naturschutz (BfN). Zahlreiche Naturschutzgebiete sind entstanden, mehrere Biosphärenreservate (Rhön, Elbe, Drömling, Schaalsee) und ein Nationalpark (Harz).

Fast 1.400 Kilometer geht die Reise vom Vogtland bis hinauf zur Ostsee. Der Film erzählt von den typischen Landschaften und Lebensräumen entlang des Grünen Bandes. Er ist in höchstem Maße repräsentativ für Deutschland und Mitteleuropa. Die Mittelgebirge von Rhön und Harz mit ihren riesigen Waldgebieten, wo wieder Schwarzstorch und Luchs leben, das große Urstromtal der Elbe mit seinen Störchen, Seeadlern und den legendären Elbebibern. Und nicht zuletzt die Ostsee mit dem ungewöhnlichen Ruf eines der seltensten Vögel Deutschlands und mit freiem Blick aufs Meer...

Buch, Regie & Kamera: Heribert Schöller
Schnitt: 
Mücke Hano
Musik: Andreas Kuse, Hannes Gill
Länge: 45 Min. 
Produktion: 2007-08 für  hr, arte
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International: In the Shadow of the Fence
Länge: 52 Min.
Weltvertrieb: Telepool 2008
Co-Produzent: Hoferichter & Jacobs